Wohnprojekt Spielhof

Die  „Spielhofwiese“ zwischen Asylstrasse, Kantonsschule und -spital sowie dem Merciergarten gilt als einer der attraktivsten Orte für die Schaffung von Wohnraum im Zentrum von Glarus. Im Sinne des verdichteten Bauens nach Innen spielt der Standort insbesondere für die Zukunft der Innenstadt eine wichtige Rolle.

Im Bewusstsein des grossen Potentials aber auch der Verantwortung des Bauens im historischen Stadtgebiet entwickelte die Fuchsbau Architekten AG aus Näfels unter Beizug von Spezialisten aus den Disziplinen Städtebau, Landschaftsarchitektur, Raumplanung und Verkehr in einem fünf Jahre dauernden Prozess ein Richtprojekt, welches die Grundlage für den nachfolgenden Überbauungsplan bildet.

Richtprojekt
Durch die Überbauung des Grundstücks wird eine Lücke zwischen Kernstadt und den umliegenden Wohnquartieren sowie öffentlichen Bauten geschlossen. Seitens der Innenstadt wird ab Höhe Merciergarten / Kindergarten eine neue, öffentliche und autofreie Wegverbindung zum Kantonsspital führen. Geplant sind zwei Wohnzeilen, wobei eine entlang dieses Wegs, die andere entlang der Asylstrasse zu liegen kommen soll.

Oberstes Ziel war eine gute Anbindung an sämtliche angrenzenden Quartiere. Die Vermittlung zwischen den unterschiedlich dichten Bebauungsarten der direkten Umgebung stellte für die Planer die grösste Herausforderung dar. Dies erforderte eine bauliche Weiterentwicklung der klassischen Zeilenbauten: Durch die Abdrehung jedes Einzelhauses in der Wohnzeile wird die Länge der Fassade aufgelockert und im Einklang mit den anliegenden Wohnquartieren angenehm kleinteilig gestaffelt.

 

 

  • ORT

    Glarus
  • BAUHERRSCHAFT

    Mächler Generalunternehmung AG, Pfäffikon
  • LEISTUNGSUMFANG

    Entwicklung, Architektur, Bauleitung, Ausführung, Kommunikation
  • ANLAGEKOSTEN

    CHF 30 Mio.
  • PROJEKTSTAND

    Überbauungsplan
  • PROJEKTSEITE

    folgt

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Die neuen Wohnungen werden dadurch nicht nur stärker nach Süden ausgerichtet, sondern bieten sogar Ausblicke in sämtliche Himmelsrichtungen. Vorzüge, welche normalerweise den Eckhäusern einer Zeile vorbehalten bleiben.
Die viergeschossigen Zeilenbauten zeigen sich mit Flachdächern und Loggien in zeitgemässer Bauweise, interpretieren dabei aber auch die historische Sprache der klassizistischen Kernstadt. Massive Sockelgeschosse, Fassaden- und Dachstaffelung, Fensterteilungen und sorgfältig detaillierte Geländer entsprechen einer gehobenen Wohnklasse und sorgen für eine gute Anbindung an die umliegenden Quartiere.

Freiraum und Wege
Das umfassend ausgestaltete Freiraumkonzept bildet öffentliche, siedlungsinterne und private Bereiche. Ein grosszügiger Spielplatz im nördlichen, und ein Pavillon im südlichen Bereich sollen zu Treffpunkten der Siedlung werden. Die schützenswerten, historischen Mauern im Westen und Süden der Parzelle werden beibehalten und wo nötig sorgfältig saniert.

Der neue, öffentliche Weg zwischen Kernstadt und Spital wird die Anbindung der nördlichen Quartiere massiv verbessern. Daneben werden zwei weitere öffentliche Verbindungen in Ost-West-Richtung erstellt. Die eine unmittelbar hinter dem Kindergarten, die andere inmitten der Parzelle. Die übrigen Wege sind siedlungsinterne Verbindungen.

Verkehr und Parkierung
Das Areal wird bis auf Besucherparkplätze an der Spitalstrasse oberirdisch komplett autofrei. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage für die Bewohner angelegt,  welche auch vermietbare Parkplätze für die Nachbarschaft beinhaltet. Die Tiefgaragenzufahrt erfolgt am südlichsten Punkt der Parzellengrenze über die Asylstrasse, die Ausfahrt am nordöstlichsten Punkt an der Spitalstrasse. Ein linksabbiegeverbot unterbindet Mehrverkehr in den Wohnquartieren.

Termine
Der Terminplan sieht bis Ende 2019 neben dem Überbauungsplan ein bewilligtes Bauprojekt vor. Somit könnten die Bauarbeiten, welche ca. 1.5 Jahre in Anspruch nehmen werden, 2020 starten. Die Bauherrschaft beabsichtigt, die Wohnüberbauung nicht zu etappieren sondern alle Häuser in einem Schritt auszuführen.

Kennzahlen
Eigentumswohnungen: ca. 47
Mietwohnungen: ca. 24
Parkplätze: ca. 100 PKW Stellplätze unterirdisch

Pressebericht
Tele Südostschweiz